Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit

Das Rudower Aktionsbündnis für Demokratie und Toleranz wird in Kooperation mit der Amadeo Antonio Stiftung an drei Abenden (24.10./7.11./21.11.2012) aktuelle Filme zum Thema Rechtsextremismus in der Alten Dorfschule Rudow zeigen. An zwei Terminen werden die Filmemacher anwesend sein, die Filme persönlich vorstellen und für Fragen und Diskussion zur Verfügung stehen. An zwei Filmabenden werden Mitarbeiterinnen der Opferperspektive bzw. der Berliner Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus über die aktuellen Entwicklungen des Rechtsextremismus im Südosten Berlins berichten.

Die Filme zeigen die verschiedenen nationalistischen und demokratiefeindlichen Strömungen und Strukturen. Sie bieten Erklärungen für Antisemitismus, Rassismus, Chauvinismus als Grundlagen neonazistischer Ideologie. Das Aktionsbündnis und die Amadeo Antonio Stiftung wollen auf den Rechtsextremismus und Rassismus im Süden von Neukölln aufmerksam machen und den Menschen vor Ort, die sich gegen rechte Gewalt engagieren, die Möglichkeit zum Austausch über Handlungsoptionen geben. Die Filmreihe wird durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert .

Das braune Chamäleon

Dokumentation, BRD 2010, Regie: Medienprojekt Wuppertal
Verschiedene aktuelle Strömungen und Lifestyle innerhalb der extremen Rechten werden skizziert und durch die Auseinandersetzung mit deren Inhalten entmystifiziert. Der Film legt den Fokus auf eine inhaltliche Kritik an der neonazistischen Szene in Deutschland und bietet Erklärungen für Antisemitismus, Rassismus, Chauvinismus etc. als Grundlagen neonazistischer Ideologie. Darüber hinaus werden Aussteiger aus der Neonazi-Szene interviewt und Möglichkeiten zivilgesellschaftlichen Engagements gegen Nazis vorgestellt.

Mittwoch, 21.10.2012, 19 Uhr, Alte Dorfschule Rudow, Alt-Rudow 60, 12355 Berlin, Anschließende Diskussion mit Zülfukar Ҫetin, Mitarbeiter der Opferperspektive e.V.,, Moderation: Dr. Heike Radvan

The Truth lies in Rostock

Dokumentation, BRD/ Großbritannien 1993, 78 min, deutsche Originalfassung Regie: Siobhan Cleary, Mark Saunders

Die vielfältige Dokumentation über das rassistische Pogrom in Rostock nimmt konsequent die Opferperspektive ein und thematisiert die Zusammenhänge zwischen neonazistischen Strukturen und gesellschaftlichen Diskursen und Praktiken. Neben Fernsehberichten und Interviews mit Augenzeugen, Polizei und Repräsentanten der Stadt, werden vor allem Videoaufnahmen gezeigt, die von den angegriffenen Vietnamesen selbst erstellt wurden. Die katastrophale Lage der Roma in der Zentralen Aufnahmestelle für Flüchtlinge in Rostock-Lichtenhagen wird ebenfalls verdeutlicht.

Mittwoch, 07.11.2012, 19 Uhr, Alte Dorfschule Rudow, Alt-Rudow 60, 12355 Berlin Anschließende Diskussion mit einem Zeitzeugen des Pogroms von Rostock-Lichtenhagen, Moderation: Julia Stegmann

Die Tragödie der Provinz

Dokumentation, BRD 2010, R: Maik Baumgärtner

Im thüringischen und sächsischen Vogtland existieren nationalistische und demokratiefeindliche Strukturen. Die Angst, Opfer rechter Gewalt zu werden, gehört für viele zum Alltag. Grund genug für den Journalisten Maik Baumgärtner und den Kameramann Ralf Zimmermann, einmal genauer hinzuschauen und die Menschen vor Ort, die sich gegen rechte Gewalt engagieren, in ihrem Dokumentarfilm zu Wort kommen zu lassen.

Mittwoch, 21.11.2012, 19 Uhr, Alte Dorfschule Rudow, Alt-Rudow 60, 12355 Berlin Anschließende Diskussion mit dem Filmemacher Maik Baumgärtner und mit einer Mitarbeiterin der Berliner Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus, Moderation: Ulla Niehaus

hoch