Was wurde getan?


Mit Bussen und Plakaten gegen Rechtsextremismus in Rudow

„Neukölln für Demokratie und Respekt – Neukölln gegen Rechtsextremismus“. Unter diesem Motto startete am Samstag dem 15.11.2008 um 10 Uhr die Öffentlichkeitskampagne des Projekts „Intervention gegen Rechtsextremismus in Rudow“. Bezirksbürgermeister Heinz Buschkowsky eröffnete gemeinsam mit dem Trägerverein Interkulturelles Beratungs- und Begegnungs-Centrum IBBC e.V. die Auftaktveranstaltung an der „Rudower Spinne“. Als Redner/innen waren auch ver.di-Landesbezirksleiterin Susanne Stumpenhusen für den Berliner Ratschlag für Demokratie sowie Vertreter des Aktionsbündnisses für Demokratie und Toleranz Rudow, der Anwohnerinitiative im Blumenviertel und der Aktionsgemeinschaft Rudower Geschäftsleute vor Ort.

In der Straße Alt-Rudow konnte man einen für die Kampagne gestalteten BVG-Bus bewundern, auf dem Neuköllner/innen mit ihren Fotos für eine demokratische, respektvolle Gesellschaft werben. Mit Slogans wie „Gesicht zeigen“ oder „Wir sehen nicht tatenlos zu“ nehmen sie Bezug auf die Respekt-Kampagne des Berliner Ratschlags für Demokratie. In den kommenden zwei Monaten werden zwei dieser Busse auf den Ringlinien 271 und 372 regelmäßig über den Verkehrsknotenpunkt „Rudower Spinne“ fahren, und damit ein sichtbares Zeichen gegen Rechtsextremismus und Rassismus setzen. Auf mehreren Litfasssäulen in Rudow sind in den kommenden Wochen entsprechende Plakate zu sehen.
Die Kampagne ist Teil des Projekts „Intervention gegen Rechtsextremismus in Rudow“, das vom IBBC e.V mit Unterstützung des Bezirksamts Neukölln und dem Aktionsbündnis für Demokratie und Toleranz Rudow umgesetzt und von der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus Berlin (MBR) begleitet wird. Hintergrund der Aktivitäten sind die im Frühjahr 2008 verübten Anschläge mit rechtsextremem Hintergrund auf zwei Häuser von Familien im Blumenviertel.


Mit dem Projekt soll ein sichtbares Zeichen gegen rechtsextreme und rassistische Ausgrenzung und Gewalt gesetzt, und die Anwohner/innen im Blumenviertel unterstützt werden. Bereits im Oktober wurde dort eine aktivierende Befragung durchgeführt, um zu erfahren, wie sie selber die Situation vor Ort wahrnehmen.

In den kommenden Wochen bis zum 6. Dezember wird an der Ecke Groß-Ziethener-Chaussee/Alt-Rudow jeden Mittwoch von 16-18 Uhr und jeden Samstag von 10-12 Uhr ein Informationsstand aufgebaut. Dort stehen Neuköllner Initiativen und Bezirkspolitiker/innen als Ansprechpartner/innen zur Verfügung. Der Stand wird von den Beratungsprojekten MBR und der Opferberatung ReachOut unterstützt.

Litfaßsäulen

Am 6.12. 2008 ist auf der Rudower Spinne eine gemeinsame Aktion mit dem Aktionsbündnis für Demokratie und Toleranz Rudow, der Aktionsgemeinschaft Rudower Geschäftsleute und dem Institut für Kunst im Kontext der UDK Berlin geplant, um begleitend zur jährlichen Adventsmeile ein Zeichen für Demokratie und weltoffenes Miteinander zu setzen.

Kontakt:
Projekt Intervention gegen Rechtextremismus in Rudow
Interkulturelles Beratungs- und Begegnungs-Centrum IBBC e.C.
Werbellinstraße 42
12053 Berlin

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